Pressemitteilung:

Wirtschaftsforum 4/2010, Beitrag von Peter Ibbeken

Donnerstag, 1. April 2010

Jetzt reicht es! Genug der Sprüche und Wahlkampfparolen!
Es ist höchste Zeit, endlich wieder Sachpolitik zum Wohl unserer mittelständischen Leistungsträger zu gestalten mit einem überzeugenden Wirtschaftsprofil der Union.
Allzu schnell wurde die FDP von der öffentlichen Meinung auf die Bodenmatte der Realität geschleudert. Bitte merken wir uns: Wirtschaftspolitik mit Augenmaß findet nur dort statt, wo die CDU mit Wirtschaftskompetenz mehrheitlich handelt. In den ersten Monaten dieses Jahres hat übrigens der Prozentsatz an Kreditablehnungen für die mittelständische Wirtschaft dramatisch zugenommen. Die Zahl der Insolvenzen ist in 2009 um 33 Prozent gestiegen, der Anteil der Betriebsmittelkredite ist um 60 Prozent angewachsen. Die eigentliche Kreditklemme ist noch im Anmarsch.
Da stellt sich doch die Frage:
Wer kümmert sich eigentlich um die von Insolvenz bedrohten Unternehmer (und ihre Familien) mit kleinen und mittelständischen Betrieben? Für Arbeitnehmer gefährdeter oder gestrandeter Unternehmen ist alles geregelt: Zuständigkeiten im Amt, Behördengänge, Unterhalts- und Zahlungsansprüche, Hartz IV -Leistungen, und, und...alles schwarz auf weiß rechtsstaatlich verbürgt.
Doch wie wird für den Kleinbetrieb, Handwerker, Freiberufler, mit weniger als zehn Mitarbeitern für Notfälle vorgesorgt? Immerhin haben in Baden-Württemberg 88 Prozent aller Unternehmen weniger als zehn Mitarbeiter! Hilflosigkeit und Fehlen von Ansprechpartnern sind hier häufig die traurige Realität. Oft fehlt auch einfach ein lebenskundiger Zuhörer.
So freue ich mich sehr über die Idee von Erwin Feike, Mitglied im Landesvorstand der MIT Baden-Württemberg, MIT Kreisvorsitzender. Aus Praxis und Lebenserfahrung als Unternehmer, Stadtrat und ehrenamtlicher Richter beim Arbeitsgericht kennt er aus der Nähe Existenzkämpfe und persönliche Not von Menschen in Verantwortung für andere. Seine Idee war es, spontane Hilfe vor Ort anzubieten und hierzu einen gemeinnützigen Verein zu gründen.
Nach einigen Monaten der Überlegung und Diskussion sind wir jetzt soweit.
Der notariell taugliche Satzungsentwurf ist fertig. Mitglieder der MIT Baden-Württemberg tragen die Initiative zur Gründung eines gemeinnützigen Vereins mit Sitz in Stuttgart unter dem Namen:
"SOS - Mittelständler in Not e.V."

Das Wirtschaftsforum wird gewiss über die Vereinsgründung berichten und Ihnen praktische Informationen - Anregungen und Mithilfe zur Verfügung stellen.
Zurück zum Thema Sacharbeit: Auf Bundesebene haben wir in einer Klausurtagung am 12. und 13. März 2010 in Hamburg die Bildung von Hauptkommissionen und Arbeitsgruppen beschlossen. MIT-Streiter aus Baden-Württemberg sind dabei gut vertreten und präsent.
Ausdrücklich bedanke ich mich bei allen Mitgliedern der MIT Baden-Württemberg, die sich - übrigens ohne zu zögern - für die Mitarbeit in den Kommissionen und Arbeitsgruppen meldeten. Das Engagement ist nicht nur ehrenamtlich und unentgeltlich, die Aktivisten tragen auch noch selbst ihre Reisekosten.
Neben der Mitwirkung in der Hauptkommission Bildung als Stellvertretender Vorsitzender bringe ich mich - zusammen mit Steffen Bilger MdB und JU-Vorsitzender Baden-Württemberg, in der Leitung einer Hauptkommission ein, die sich bislang mit "Verkehr und Infrastruktur" befasste. Per Beschluss des Bundesvorstandes wurde das Themenfeld um "Maritime Wirtschaft und Logistik" erweitert. Diesem Handlungsfeld fühle ich mich schon lange verbunden. Es kommt hinzu, nur wenigen ist bewusst, dass die wichtigsten High-Tech-Zulieferer für die Maritime Wirtschaft ihre Betriebsstätten im Süden, also in Baden-Württemberg und Bayern, angesiedelt haben.
Liebe Mittelstands-Freunde,
ich lade Sie ein, an der Sacharbeit mitzuwirken. Längst sind die meisten Vorhaben des Koalitionsvertrages noch nicht in Gesetzestexte umgesetzt.
Auf Bundesebene haben wir in der Klausurtagung die Strategie für die nächsten Jahre definiert, die MIT-Themen konkretisiert.
Eine hervorragende Möglichkeit, sich einzubringen und im Dialog um die beste Lösung zu ringen ist, bei der MIT-Regionalkonferenz Süd
am 05. Juni 2010 von 11.00 bis 16.00 Uhr in Fürth
dabei zu sein, mitzumachen und mittelständisch Klartext zu reden.
Ich würde mich sehr freuen, Sie dort - eine Woche vor unserem Landesmittelstandstag in Friedrichshafen - zu sprechen.
Bitte planen Sie jetzt auch Ihre Reise an den Bodensee fest ein. Ministerpräsident Stefan Mappus MdL hat als Hauptredner seine Teilnahme zugesagt.

Machen Sie MIT!


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